Mitgliederinformation zur COVID-19-Pandemie

Stand: 04.05.2020

Um die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie einzudämmen, haben Bund und Länder verschiedene Maßnahmen beschlossen, die das öffentliche und private Leben stark einschränken. Vor allem soziale Kontakte sollen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Diese bundesweit geltenden Regelungen sind vorerst bis 3. Mai 2020 in Kraft.

Auch in unserer Genossenschaft gilt bis auf Weiteres:


Bitte achten Sie auch in der aktuellen Situation auf die Einhaltung der Hausordnung, insbesondere der Ruhezeiten. Viele Menschen sind derzeit zu Hause und nutzen die Zeit unter anderem zum Aufräumen und Renovieren. Dennoch muss jeglicher Abfall weiterhin ordnungsgemäß entsorgt werden. Sperrmüll gehört nicht neben die Tonnen, auf unsere Innenhöfe oder Spielplätze, sondern auf den Recyclinghof.

Helfen Sie mit, nehmen Sie Rücksicht und halten Sie Abstand, um Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen zu schützen.

Beachten Sie bitte diese Verhaltensregeln:

  • Einhaltung der Kontaktbeschränkungen
  • Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen
  • Husten und Niesen in den Ellenbogen
  • kein Händeschütteln
  • regelmäßiges Händewaschen für mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife


Was ist, wenn ich in Folge der COVID-19-Pandemie meine Miete nicht mehr zahlen kann?

Kontaktieren Sie uns!

Sie sollten uns unverzüglich mitteilen, wenn Sie in Folge der COVID-19-Pandemie zeitweise keine Miete zahlen können, und dies auch glaubhaft machen. Dazu sind entsprechende Nachweise zu erbringen:

  • Nachweis der Antragstellung bzw. die Bescheinigung über die Gewährung staatlicher Leistungen oder
  • Bescheinigungen des Arbeitgeber oder
  • Nachweise über das Einkommen bzw. über den Verdienstausfall

Am besten geeignet sind Nachweise, aus denen sich der auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführende Netto-Einkommensverlust ergibt (Nettoeinkommen vorher-nachher).

Bei erwarteten Zahlungsschwierigkeiten in Folge der COVID-19-Pandemie melden Sie sich bitte bei unserer Mitarbeiterin der genossenschaftlichen Fürsorge, Nicole Höppner.

Gesetzlicher Kündigungsschutz

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht schützt Sie ggf. vor einer Kündigung aufgrund von Zahlungsrückständen, die zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 in Folge der COVID-19-Pandemie entstanden sind. Das entbindet Sie allerdings nicht von Ihrer Pflicht zur Zahlung der Miete. Zahlen Sie Ihre Miete nicht, kommen Sie ganz normal in Verzug. Nach Vereinbarung mit Ihrem Vermieter haben Sie aber Zeit, Ihre Mietschulden bis zum 30. Juni 2022 zu begleichen, ohne eine Kündigung befürchten zu müssen. Sie müssen Ihrem Vermieter allerdings glaubhaft machen, dass die Nichtzahlung Ihrer Miete auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist. Die gesetzliche Regelung sieht diesen Kündigungsschutz allerdings nur bei Zahlungsrückständen aus den Monaten April bis Juni 2020 vor. Berechtigte Kündigungen aufgrund von Zahlungsrückständen aus früheren Zeiträumen sind weiterhin zulässig, ebenso wie sonstige Kündigungsgründe des Vermieters.

Antrag auf staatliche Leistungen

Zur Unterstützung Ihrer Mietzahlungen können Sie außerdem staatliche Leistungen wie Wohngeld oder Kosten der Unterkunft beantragen. Aufgrund der aktuellen Situation wurden die Antragstellungen und Verfahren für den Zugang zu sozialer Sicherung vereinfacht.

  • Wohngeld
    Anträge können formlos per E-Mail oder Telefon – ohne ausgefüllten Vordruck – beim zuständigen Wohnungsamt gestellt werden.
  • Kosten der Unterkunft
    Erstanträge können ein
    fach formlos schriftlich, ohne persönliche Vorsprache (direkt über den Hausbriefkasten des Jobcenters) oder telefonisch gestellt werden. Zu empfehlen ist die schriftliche Beantragung, da die telefonische Erreichbarkeit der Jobcenter derzeit stark eingeschränkt ist.

Sicher-Wohnen-Fonds

Die Verbände der Wohnungswirtschaft setzen sich gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund sehr nachhaltig für einen “Sicher-Wohnen-Fonds” ein. Durch diesen soll Mietern, die durch die COVID-19-Pandemie unverschuldet Einkommenseinbußen erleiden und deshalb ihre Miete ganz oder teilweise nicht mehr zahlen können, die Miete vorgestreckt werden bis ggf. andere Sicherungssysteme wie beispielsweise Wohngeld oder Kosten der Unterkunft einspringen.

Aktuelle Informationen zur COVID-19-Pandemie

Haben Sie noch Fragen zu COVID-19?